08.12.17- Vortrag Bischof Erwin Kräutler

 

Begegnung mit Bischof Erwin Kräutler

Über 100 Intressierte waren am Freitag, 8. Dezember, in der Kirche St. Konrad in Wittenbach, um Bischof Erwin Kräutler zu hören. Eingeladen wurde er von der Spurgruppe Erwachsenenbildung der Seelsorgeeinheit. Kräutler erhielt 2010 den alternativen Nobelpreis, für seinen Einsatz zugunsten der indigenen Bevölkerung in Brasilien. 36 Jahre war er Bischof am Xingufluss in den Urwälder Amazoniens, er, der im vorarlbergischen Koblach geboren wurde und auch heute noch so redet wie ein Vorarlberger. Er setzt sich unermüdlich für die Rechte der Indios ein. In der neuen Verfassung Brasiliens sind sie jetzt erwähnt und ihre Sprache und Kultur wird offiziell anerkannt. Auch als emeritierter Bischof, seit 2016, ist er immer noch aktiv gegen Grossgrundbesitzer, Konzerne, Bergwerkgesellschaften und die Holzindustrie, die den Indios und dem Amazonasurwald an den Kragen wollen. So ist er 1987 knapp einem Mordanschlag entgangen und seit 2006 steht er in Brasilien  immer unter Polizeischutz. Mut ist etwas, das viele an ihm bewundern. Kräutler gab Papst Franziskus Impulse für seineUmwelt- Enzyklika "Laudato si". Ebenso wichtig wie der Einsatz für die Indios, ist der Einsatz für den Regenwald im Amazonas. Denn wenn es keinen Regenwlad mehr gibt, merken wir das klimatisch in Europa auch.

Alexander Burkart, Spurgruppe Erwachsenenbildung

Fotos: Christian Leutenegger